Freitag, 15. Februar 2013

Gebackenes Käsebrot, eiserne Kälte und eine Überraschung

Gestern war so traumhaft schönes Wetter! Die Sonne küsste am frühen Morgen die verschneiten Bergspitzen bei tief blauem Himmel...

... Da dachte ich, ab an den See ins Naturschutzgebiet! Leider überzog kurz vor dem Mittag der Dunst den ganzem Himmel. Naja, aber wir sind trotzdem an den See gegangen.


Weil der Brotschrank bereits wieder leer war habe ich noch Brot gebacken. Diesmal habe ich Käsewürfel mitgebacken. (Teig mit 1kg Dinkelruchmehl, dann ca. 2 Handvoll klein geschnittene Käsewürfel beigegeben). Da nascht schon jemand an den Kernen :-)! Das Blütenherz ist schon etwas länger aus dem Blütenpapier von hier entstanden.


Ein Teil vom Brot haben wir fürs Zvieri eingepackt und dann sind wir los in Richtung See.


Die Sonne blieb den ganzen Tag verschwunden. Aber die Stimmung war ganz speziell friedlich! Allerdings war es eisig kalt.


Eine kleine Fotopause beim Herz-Baumstrunk, dann schnell weiter... bewegen, bewegen, bewegen :-) !

Und dann zeigten sich noch 3 Überraschungsgäste! Was für eine Freude!


Ab und zu kann man Rehe sehen in dem Naturschutzgebiet. Oft hat es aber zuviele Leute die am See entlang spazieren oder man trifft die richtige Zeit nicht, wenn die Rehe Fressen suchen.


Wir konnten den Rehen zuschauen wie sie friedlich Fressen suchten.... ab und zu lauschten sie (wie auf dem Foto oben) in unsere Richtung :-).

Wir haben heute den letzten Schul- und Kindergarten Tag danach ist eine Woche Sportferien! Mal schauen wie das Wetter ist, wir haben all die Jahre durch schon fast alles an Wetter erlebt in den Sportferien... eisig kalt bis frühlingshaft warm. Ich tipp jetzt eher mal auf das Erste :-)!

Ich wünsch Euch schöne Tage
Melanie



Dienstag, 12. Februar 2013

Noch ist es am schlummern...

... das Frühlingskind! Geborgen in den Armen seines Engels!


Tief versunken in sich selbst, umgeben von einem "wolligen" schützenden Mäntelchen.


Doch schon bald, wenn die Sonnenstrahlen für das kleine Wesen genügen Kraft haben, wird es sich langsam recken und strecken...


... ganz behutsam in weiss...


... dann immer freudiger in grün...! Kräftig wachsend, dem Sonnenlicht entgegen...


... bis es stolz seine schönste Seite zeigt und sich in der Blüte dem Sonnenlicht hingibt.
.


... und dann ist es geboren, das Frühlingskind!


Die bunten "Fäden" die das Lichtnest umgeben sind das Ergebnis meiner Montags-Spinnerei:-)!


Ich habe weisse Merinowolle mit Seide und farbige Merinowolle mit Seide versponnen, danach 2fach verzwirnt. Ich bin ganz zufrieden, das Spinnen geht schon viel einfacher, die Fäden werden etwas dünner und regelmässiger (allerdings find ich die unregelmässigen Fäden haben auch ihr schönes). Und was ich erfahren habe: Das Spinnen hat also durchaus "Suchtpotenzial"...! Ich zeig Euch  die nächsten Tage, was man damit noch schönes für Ostern machen kann:-)!

Herzliche Grüsse, Melanie



Donnerstag, 7. Februar 2013

Spinnen... aber bitte richtig

Manchmal glaub ich schon, dass ich ein wenig spinne... in letzter Zeit zumindest. Ich habe das Bedürfnis einiges zu probieren. Nicht nur das Experimentieren mit Pflanzenfarben hat mich "gepackt", oder das Waschen und Verarbeiten von Wolle, das Anbauen von eigenem Lein oder Dinkel.... nein, jetzt möchte ich auch noch gerne wissen wie ich Wolle verspinnen kann, um sie später einzufärben und vom Söhnchen verstricken zu lassen.


Diese tollen Handspindeln hat mein Mann gestern Abend "schnell" gezaubert. Eine ist für mich, eine für meine Schwägerin. Von ihr ist auch das Bild mit dem Farbkreis den wir gefärbt haben (ich hab kein so modernes Natel : -) das gute Fotos macht). Zusammen machen wir die Ausbildung an der Kräuterakademie. Sie hat als Kind in der Schule, zum Thema Steinzeit, solch eine Spindel gemacht und Wolle gesponnen. Ich sehe sie am Wochenende und hoffe, sie kann mir helfen, damit mein zukünftig gesponnenes nicht aussieht, wie schwangere Regenwürmer (so sagt man scheinbar den Anfänger-Spinn-Ergebnissen... zu recht wie man sieht). Die drei Farben hier sind meine ersten Versuche...! Wäre schön, wenn ich es schaffen würde, so richtig schöne, regelmässige Wollkneuell herzustellen: -). Ich meine, immerhin waren meine ersten Salben, Tinkturen und Ölen aus Pflanzen auch noch nicht so toll, wie inzwischen! Aber sie sind von Anfang an - wie auch meine Schwangeren Regenwürmer - mit viel Freude entstanden und gewachsen!


Bei all diesen neuen und alten Faszinationen, interessiert oder eben fasziniert mich die Einfachheit. Ergebnisse zu bekommen, die man selber zu stande bringt. Ohne Fabrik und Industrie. Natürlich bin ich mir bewusst, dass dies nur im kleinen möglich ist und da nicht mehr alle Gemüse anbauen, Wolle verarbeiten und Kleider nähen können etc. ist es nötig in gewisser Weise (vielleicht in Zukunft in ausgeglicherem und angepassterem Masse als Heute) Fabrik-Betriebe zu haben. Ich denke jetzt auch nicht, dass ich in Zukunft - im Gegensatz zu Pflanzen und Gemüse - nur noch selber Spinne und Stricke (das kann ich übrigens auch nicht wirklich...) damit wir Kleider haben :-)! Trotzdem fasziniert es mich wie es möglich ist, Dinge aus eigener Kraft herzustellen! Und gleicher massen wichtig ist mir auch, dass unsere Kinder dies mit bekommen. Dass das Gemüse, wie auch z.B. der Pullover aus dem Supermarkt nicht einfach so entstanden sind... und auch nicht selbstverständlich sind! Ich bin überzeugt, dass der Bezug zum "selber herstellen" sehr wertvoll ist, auch für die Wertschätzung gegenüber anderen Dingen im Leben.


Nun, wenn jemand geübt ist und mir Tips geben kann übers Spinnen, bin ich sehr froh...

Na dann, farbig gesponnene Grüsse von mir
Melanie

Draussen Stille... Innen Fleiss

Im Garten herrscht noch Stille... das schöne am Schnee ist auch, dass es einem noch wirklich das Gefühl von Ruhe und Stille der Natur gibt! Es ist ja schliesslich erst Februar : -)!


Hier ist Stille...


... auch hier... ganz unbewohnt warten sie darauf, bald schon neue Gastfamilien zu beherbergen


Dafür wird diese Unterkunft im Moment eher genutzt.


Auch hier beim Beifuss... schön verschneit und im Tiefschlaf beherbergt diese Pflanze bestimmt viele kleine Wintergäste. Wir lassen die meisten Pflanzen den Winter über stehen, damit kleine Tiere (z.b. Raupen) überwintern können.


Während ich in der warmen Stube gemütlich Samen und im Keller Zwiebel sortiere und überprüfe was wir noch brauchen und vorallem was wann gesetzt und gesät werden sollte (nicht dass ich wie im letzten Herst vergesse den Dinkel zu säen)


Warten diese 3 Stein-Kerlchen im Garten geduldig im Schnee...


... auch diese 4 Holzstämme warten noch verschneit auf den Frühling, damit sie wieder Blumen-Topf-Gäste zur Gesellschaft bekommen.


Und zum Schluss noch das Bild von gestern etwas weiter weg. Es ist eine Schnecke aus Ton, die ich vor ein paar Jahren getöpfert habe... irgendwie sah sie immer irgendwie aus wie ein "Hundehäufchen"... irgenwann hab ich sie dann mit Gold bemalen und nun hat sie seit 2 Jahren einen Platz in einem Hohlraum auf dem Zwetschgenbaum... etwas unterhalt des Vogelhäuschens von Aja.

Die Bilder sind von Gestern... Heute hat es noch mehr Schnee... und eigentlich wollten wir am Nachmittag Tulpenzwiebeln in Töpfe pflanzen... aber nun ist eher Schneekippen, Schneemann bauen, Bobfahren etc. angesagt...!
Zudem üb ich mich im Spinnen, das ist gar nicht so einfach, also das handwerkliche Spinnen meine ich... das andere find ich vieeeeeel einfacher : -) und da musste ich glaub ich auch nie üben : -)!!!

Liebe Grüsse
Melanie



Mittwoch, 6. Februar 2013

Pflanzenfarben ein Geschenk der Natur

Nachdem die letzten Tagen soviel Schnee gefallen ist, dass man mit Schneekippen fast nicht nach mochte und ein paar Stunden später wieder fast genau gleich viel Schnee weg geschmolzen waren, ist es Heute so, dass es einfach richtig "bezucker" ausschaut... nicht mehr und nicht weniger! Obwohl auch unter dem schönen weissen Mäntelchen die Natur bezaubernd ausschaut, verträgt man doch im Moment auch schon recht viel Farbe.... zumindest in der Wohnung : -) oder beim kreativen Wirken!


Das ist er also nun den "Farbkreis" den wir in der Ausbildung an der Kräuterakademie mit Pflanzenfarben gefärbt haben. Gefärbt wurde in 2er Gruppen. Jede Gruppe hatte je 3x Baumwolle, 3x Seide und 3x Wolle die mit einer Pflanze gefärbt wurde. Eine Kollegin und ich färbte mit Zwiebelschalen (das ist das wunderschöne Orange, rechts unten). D.h. wir färbten alles (total 9 Stränge) mit unserem Material ein. Eines (1x Baumwolle, 1x Seide, 1x Wolle) legten wir uni, d.h. nur mit Zwiebel (oder Birke, Rotholz, Blauholz, Goldrute etc.) zur Seite. Ein weiteres legten wir ebenfalls zur Seite, das überfärbten wir am nächsten Tag mit Indigo. Bei uns ist dadurch das Oliv-Grüne (oben, bei der Hand mit dem Violetten Pulli) geworden. Und das 3. liessen wir im Sud und da gaben wir Natron bei. (andere experimentierten mit Zitrone, Kalk, Eisen etc.) So entstanden 3 unterschiedliche Farbtöne, alle mit der selben ausgangs Farbe.

Das waren 2 sehr spannende Tage, mit vielen Infos und Anregungen zum selber ausprobieren, nachmachen, experimentieren etc.! Bei den ganzen Farbexperimenten waren aber auch deutlich die Grenzen der Pflanzenfärberei zu sehen. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass sich pflanzliche Fasern (also Baumwolle, Leinen, Hanf, Brennessel...) viel schlechter färben lassen als die tierischen Fasern (Seide, Wolle). Auch wusste ich nicht, dass sich pflanzengefärbte Wolle schlechter verflizen lässt als natur Wolle oder chemisch gefärbte Wolle. Da die Wolle sowie bei der Beize als dann auch beim Färben (also 2x) "aufgekocht" wird, wird die Wolle wohl etwas "verändert"! Am Besten färbt man die Wolle erst z.B. nach dem "Spinnen" oder wenn möglich nach dem Filzen ein. Auf jedenfall habe ich gmerkt, dass bei der Färberei mit Pflanzen (deren Standort und Klimaqualität ja auch nie gleich ist) einiges an experimentellem Spielraum vorhanden ist : -)... Also entweder auf ins Abendteuer.... oder man lässt es vielleicht besser sein : -)!  Im Übrigen sind auch die Farben - der einheimischen Pflanzen - sehr beschränkt. Sehr viele sind in den gelb, orange und brauntönen. Deswegen galt die Farbe Rot und auch Grün in früheren Zeiten als absoluter Luxus und war auch den Reichen vorbehalten.

Vom aufwändigen Indigo-Färben (das wir am 2. Tag unter schweren geruchs Voraussetzungen) miterleben konnten, sprechen wir mal gar nicht erst....!

Für mich persönlich ist auch noch der Aspekt der Pflanzenbeschaffung von Wichtigkeit. Lässt sich z.B. mit Blau- und Rotholz wunderschöne Farbtöne färben, ist doch auch die Frage, woher kommen diese Hölzer, zu welchen Bedingungen werden sie produziert und verabeiten. Ich möchte gerne hauptsächlich versuchen mit einheimische oder zumindest mit Pflanzen zu färben, die hier (wenn vielleicht auch mit etwas mehr Aufwand als bei der Zwiebel oder Goldrute) auch wachsen können.

Ich hab einige Ideen, die ich gerne ausprobieren würde... ich bin drann... immer wenn ich Zeit habe :-) und freue mich auf die Ergebnisse... die ich dann auch gerne Zeige!

Ach ja und was ich noch sagen wollte: Ich empfinde einen deutlichen Unterschied zum Malen, aber auch Betrachten von mit Pflanzengefärbten "Produkten"! Die Farben wirken für mich deutlich "lebendiger" und irgendwie harmonischer... 

Habt farbige Tage, auch wenn es im Moment eher so aussieht:

Über die noch Stille im Garten am Morgen mehr : -)!


Liebe Grüsse
Melanie




Dienstag, 5. Februar 2013

Blüten-Farben zum Malen

Heute haben Mischa und ich aus Malven-Blüten Pflanzen-Farben gemacht.


Dazu braucht man 
getrocknete (oder im Sommer frische) Malvenblüten
wenig Wasser
Mörser, Sieb, Löffel und z.B. eine Tasse
nach Belieben Salz, Natron, Zitrone, gemahlene Eierschalen, Kleister


Die trockenen Blüten mit ganz wenig Wasser (so fast wie die Menge Tau, die die Blüten hätten) vermörsern


Danach die "pampige" Masse mit einem Löffel in ein Sieb geben und durchstreichen. So sieht es dann in etwa aus:


Nun ist die Farbe bereits bereit zum Malen...


 (Hier haben wir den Rest aus dem Sieb genommen und auf einem Papier verstrichen. Die "Durchgesiebte" Farbe lässt sich sogar mit der "Feder" gebrauchen. Mischa wollte unbedingt Tinte haben)

Jetzt kann man die Farbe in verschiedene Behälter(chen) abfüllen und experimentieren. Wir haben zwei gemacht. Eine "nature" einer Portion haben wir etwas Natron beigegeben.


Das Violet ist die Ausgangs-Farbe. Mit der Beigabe von etwas Natron wurde es dann Türkis-Blau. Die Farben können nach belieben verändert werden (z.b. mit Salz, Zitrone, vermahlene Eierschalen oder auch Klebekleister... uvm) Das experimentieren macht sehr viel Spass... nicht nur den Kinder!


Vor einiger Zeit habe ich auch mit Pfingsrosen-Blüten probiert! Das gibt auch eine sehr schöne Farbe. Oben normal und unten wieder mit etwas Natron.


In der Ausbildung hatten wir auch die Möglichkeit andere Farben zu probieren. Oben Kornblume, dann Rote Haselnuss und unten Klatschmohn.


Rittersporn, Irisblüte und Baumnuss


Wer keine getrockneten Blüten hat, kann auch mit rohem Rotkohl experimentieren. Den zerkleinern und ebenfalls mit etwas Wasser (je nach dem wie frisch er ist... Rüstabfälle davon gehen auch gut) vermörsern und gleich verfahren.

Die erste Farbe ist der Rotkohl "eingedickt", dann auch verändert mit Kleister, Natron und Kleister, Zitrone und Kleister, nur Natron


Mit Malvenblüten lässt sich auch Wasser wunderschön einfärben Z.b. für Blumensträusse. Hier hab ich das bereits einmal gezeigt. Natürlich kann man das auch trinken: -) !

Wenn Farben nicht frisch aufgebraucht werden, dann kann man sie zum Haltbar machen "eindicken". D.h. man gibt die Behälter mit der Farbe an einen recht warmen Ort. z.B auf die Heizung oder auch bei 50 Grad im Backofen. Die Farben trocknen dann aus. (Fertig eingedickt sind sie wirklich erst, wenn sie ganz trocken sind, wie bei den gekauften Wasserfarben). Die Farben lassen sich dann mit etwas Wasser am Pinsel (wie bei normalen Wasserfarben) wieder verwenden.

Die Farben lassen sich auch gut natur vermalen, danach kann auf dem Papier erst z.B. Salz oder Natron drauf gegeben werden, das ist auch sehr spannend!

Der Vorteil von dieser Art Malfarbe gegenüber den Natur-Pigmenten die man z.b. aus Pollen oder Erde etc. machen kann ist, dass sie ohne einen zusätzlichen Komponent wie Kleister, Ei oder Quark etc. vermalt werden kann. (Also nur mit Wasser)

Farbige Grüsse
Melanie




Freitag, 1. Februar 2013

Aus den letzten Tagen

Hallo zusammen. Die Zeit vergeht und wir wirken, werkeln, gesunden, erfreuen uns an den etwas längeren Tagen und den kräftigeren Sonnenstrahlen und freuen uns nun sichtlich auf den Frühling : -).
Ich zeig Euch ein paar Eindrücke aus unseren letzten 2 Wochen...


Ganz aktuell sind bei uns wieder mal frische Kressen bereit zur Ernte


 Die Kinder lieben es, auch im Winter etwas zu säen und dann zu ernten


Besonders auf Butterbrot oder auf Pasta mögen wir die Kresse sehr gern.

Als es vor 2 Wochen so kalt war haben wir zudem unsere -im Herbst eingefrorenen- EisBlütenLichter auf die Terrasse geholt


ohne Worte


UND.... wir haben endlich einmal auf dem Feuer "Mamos" (Vegetarische Teigtaschen) gekocht


Das Rezept ist aus dem Buch "Wilde Küche" von Susanne Fischer-Rizzi. Die Mamos waren herrlich!!!


Sobald ich Fotos habe von unserem Ausbildungsteil über das Färben mit Pflanzen zeig ich es gerne... es war interessant und ich bin nun ganz experimentier freudig! Wir haben den ganzen Farbkreis mit Pflanzenfarben gefärbt, das war sehr schön!

Habt ein gemütliches Wochenende!
Melanie